Vereins-Chronik -2-


Am Sonntag wurde eine Stadtrundfahrt in zwei Automobilen durchgeführt. Für alle Beteiligten ein beeindruckendes Erlebnis.
seite12 1Nachweislich seit 1926, wahrscheinlich aber seit Anbeginn, führt der Musikverein jedes Jahr seine allseits beliebte „Maimusik“ durch. Im Laufe der Zeit veränderten sich die einzelnen Routen und Stationen kaum. Wurde anfänglich noch um 5.00 Uhr begonnen, so wird seit Einführung der Sommerzeit ab 7.00 Uhr aufgespielt. In all den Jahren wurden die Musiker immer bestens mit Speis und Trank versorgt. Ebenso erfuhr der Verein von der Talbevölkerung großzügige finanzielle Unterstützung.

Da die Anschaffung einer Uniform aus finanziellen Gründen noch nicht in Frage kam, wurden 1926einheitliche Mützen gekauft. Die erste Uniform folgte nach dem 25-jährigen Jubiläum. 1930 Das 25-jährige Jubiläum
25 Kapellen aus dem Kinzigtal-Gauverband nahmen an einer Sternwanderung auf das Moosenmättle teil. Bei der Anmeldung mussten die Teilnehmer mitteilen, wie die Anreise erfolgen sollte, wobei fast alle Kapellen zu Fuß auf das Moosenmättle kamen.seite12 3
Im Sommer 1936 verstarb unerwartet der langjährige Dirigent Georg Breithaupt. Mit dem Postbeamten Emil Henn konnte aber sehr schnell ein Nachfolger gefunden werden. Der zweite Weltkrieg unterbrach jegliche musikalische Tätigkeit.
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1946 Der Neubeginn
Die Freude an der Musik und die gute Kameradschaft waren der Anlass zu einem schnellen Neubeginn. Der Vorsitzende Jakob Wöhrle, erreichte bei der Besatzungsmacht eine entsprechende Erlaubnis, dass mit den Probenarbeiten zügig begonnen werden konnte. Dies ist auch unserem Ehrenmitglied Karl Sum zu verdanken. Er hat viele Instrumente und das gesamte Notenmaterial vor der Besatzungsmacht auf der Kirchenbühne in Sicherheit gebracht. Unter der Stabführung des 2. Dirigenten Johann Georg Lehmann wurde mit den Musikproben begonnen. Nach der Rücckehr aus der Kriegsgefangenschaft übernahm Herr Emil Henn wieder das Dirigentenamt. 1948 erfolgte im Gasthaus Krone das erste Konzert; 1949 das erste Wertungsspiel in Oppenau. Für die Anfahrt nach Oppenau wurde erstmals ein Omnibus angemietet. Im Frühjahr 1950 konnte Herr Engelbert Belli aus Wolfach als Kapellmeister gewonnen werden. Er brachte von Anfang an neue Impulse in den Verein ein, die zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung führten.
seite13Das 50-jährige Jubiläum
Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte, aber auch unvergesslich bei der älteren Talbebevölkerung, war das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen vom 11.–13. Juni 1955.
Auf der Festwiese am Kinzigvorland wurde ein Zelt für 2800 Personen aufgebaut. Sieben Gründungsmitglieder konnten am Festbankett teilnehmen, wobei Röcklebauer Christian Schondelmaier vom Verbandspräsidenten für seine 50-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Bürgermeister Staiger würdigte die Leistungen der Musikkapelle und überreichte als Dank einen großen Kaiserbass. Dieses wirklich imposante Instrument kann heute immer noch gespielt werden

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