Geschichte und Ursprung

   

Kirnbach wurde 1275 erstmals urkundlich erwähnt. Damals war es schon Dekanat, was auf eine weitaus frühere Besiedlung schließen lässt. Kirnbach hieß ursprünglich Kurenbach. „Kurren“ steht für einen Bach, an dem eine oder mehrere Mühlen stehen.

Im Gegensatz zu den umliegenden Gemeinden, deren Talsohle eben und deshalb dauernd der Überschwemmung ausgesetzt ist, bildet das Kirnbacher Untertal eine trogförmige Mulde, in der das Flußbett des Kirnbachs tief eingebettet ist.

Die meist steilen Hänge rechts und links des Baches sind trocken und eignen sich daher sehr gut für die Feldbestellung. Das Dorf ist durch Rodung aus Einzelhöfen entstanden. Das Untertal wurde sehr früh und stark besiedelt. Dennoch bildete die vermutlich aus fränkischer Zeit stammende Taufkirche im Mitteltal schon immer den Dorfkern.

Das Verhältnis zwischen den Bauern und Grundherrn war immer frei, wobei die Bauern ihre Höfe als Erblehen bewirtschafteten. Die Patronatsrechte gehörten den Herrn von Teck, wurden allerdings 1280 an die Herren von Hornberg verkauft.

Aus diesem Grund wurde Kirnbach württembergisch und kam erst wieder 1810 mit dem Amt Hornberg zu Baden. Im Jahr 1833 erhielt Kirnbach erstmals einen Bürgermeister und einen politischen Gemeinderat. Zuvor hatte es nur Stabs- und Kirchenvögte gegeben.

Kirnbach war bis weit ins 19. Jahrhundert eine rein bäuerliche Gemeinde. Haupterwerbszweig war der Wald, aber auch die Viehwirtschaft. Besonders die Schweinezucht spielte eine bedeutende Rolle. Wo kennt man ihn nicht, den heimischen Schwarzwälder Speck? Ebenso bekannt wie der Speck ist das Kirschwasser, das in zahlreichen Klein-brennereien hergestellt wird. Darum steht die Kirsche auch beim Obstbau im Mittelpunkt. Die Industrie konnte sich im Dorf nie richtig festigen. Von der früher im Dorf weit ver-breiteten Hausweberei ist nichts mehr erhalten geblieben, und auch das Köhler-, Harzer- und Mühlenhandwerk ist ausgestorben.

Heute sind Forst- und Landwirtschaft meist nur noch Nebenerwerbszweig. Noch recht zahlreich vertreten sind die Gasthäuser, die hauptsächlich im Familienbetrieb geführt werden. Die Mehrheit der Talbevölkerung ist jedoch in Unternehmen und Verwaltungen der Umgebung tätig.

Sehr schmerzlich war für viele Kirnbacher sicherlich das Ende der Eigenständigkeit. Seit 1. Januar 1975 ist Kirnbach im Zuge der baden – württembergischen Gebietsreform ein Stadtteil von Wolfach. Auch die seit der Reformationszeit bestehende Schule wurde im Zuge der allgemeinen Schulreform abschnittsweise nach Wolfach verlegt. Heute ist aus Wolfach und seinen Ortsteilen eine große und harmonische Gemeinde entstanden.






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